#1 Der „Sangria-Fußball-Talk“ auf Spocht 1- Ausgabe 38 (2020-02-02) vom 17.05.2020 – Pokalsieger-Cup-Spezial von Tomaso Di Sombrero 17.05.2020 21:57

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Durch die Sendung führt Tomaso Di Sombrero
Gäste: Micha (AS St. Etienne) und Portuso (FC Basel)


TDS: „Sehr geehrte Zuschauerinnen und Zuschauer, nach der Ausgabe von gestern mit den beiden Finalisten des Inter-Cups, Kurt Knaster und Aris Selmet, steht heute unser nächster Sangria-Fußball-Talk anlässlich des Finals im Pokalsieger-Cup an. Hier treffen mit AS St. Etienne und dem FC Basel zwei Teams aufeinander, die zumindest in den vergangenen Spielzeiten keine Finale absolvieren konnten, allerdings beide bereits entsprechende Pokale in ihren Vitrinen haben. Die beiden Manager Micha und Portuso sind schon länger bei ihren Clubs in der Verantwortung und haben somit langjährige Managererfahrungen gesammelt.
Der AS St. Etienne erreichte das Finale, indem er die Teams von FC Zwolle, Besiktas Istanbul, FK Teplice, den FC Brügge und SV Austria Salzburg ausschaltete. Es ist nunmehr das siebte Europapokal-Finale des französischen Spitzenclubs, hier stehen derzeit zwei Siege im Pokalsieger-Cup und ein Sieg im Inter-Cup zubuche, während zweimal das Finale im Meister-Cup und einmal das Finale im Pokalsieger-Cup verloren wurden. Die identischen Daten gelten auch für Manager Micha, das letzte Europapokal-Finale mit Beteiligung des AS St. Etienne fand in der Saison 2015-01 statt. Höchste Zeit also, wieder mal auf dem europäischen Parkett zu glänzen.
Beim FC Basel verhält sich das ganze hingegen etwas anders: ein Europapokal-Finale bislang, das war 2017-01 im Inter-Cup und dieses konnte gewonnen werden. Identisch liest sich die Historie von Manager Portuso, der bislang ausschließlich für den FC Basel in der Verantwortung stand. Das diesjährige Finale erreichte der FC Basel über die Stationen FC Brügge, Juventus Turin, CD Teneriffa, Zenit St. Petersburg und Sheffield Wednesday.
Ich freue mich sehr, dass auch heute beide Manager – natürlich unter Berücksichtigung des Mindestabstands – anwesend sind, zwei frische Gesichter beim Sangria Talk, das ist eine echte Bereicherung.“

TDS: „Ich beginne mit unserem Gast aus dem schönen Frankreich, Micha, vom AS St. Etienne. Micha, in der Liga aktuell Tabellenzweiter, frisch gekürter französischer Pokalsieger und international mit der Chance den Pokalsieger-Cup zum dritten Mal nach St. Etienne zu holen. Wie zufrieden sind Sie mit dieser Saison?“

Micha: „Zunächst einmal vielen Dank für die Einladung. Ich war schon länger in keinem internationalen Finale mehr, da gibt man doch freudig ein Interview. Natürlich bin ich mit dieser Saison mehr als zufrieden. In der Liga bin ich sogar wieder auf den zweiten Platz gerückt, aber die Meisterschaft ist auf Grund der Mehrfachbelastung nicht machbar. Dafür waren wir - wie von dir erwähnt - in den Pokalwettbewerben sehr erfolgreich. Im nationalen Pokal haben wir stark aufgespielt und hatten auch das notwendige Glück, um den Pokal zum siebten Mal nach St. Etienne zu holen. Der Höhepunkt ist nun das Finale im Pokalsieger-Cup. Wenn wir es schaffen, hier zum dritten Mal den Titel einzufahren, dann können wir von einer überragenden Saison sprechen.“

TDS: „Danke, Micha. Bei Ihnen Portuso, liest es sich sehr ähnlich in dieser Saison: in der Liga aktuell auf Rang vier, frischgebackener schweizerischer Pokalsieger und im Finale vom Pokalsieger-Cup, mit der Chance diesen erstmals nach Basel zu holen. Wie zufrieden sind Sie mit dieser Saison?“

Portuso: „Bis jetzt haben wir das Optimum aus der Saison herausgeholt. Die Konkurrenz um die Meisterschaft war diese Saison von Anfang an zu stark, so dass wir uns gezielt auf die Pokalwettbewerbe konzentriert haben. Dass es gleich mit zwei Finalteilnahmen endet ist wirklich super. Einen Titel haben wir ja bereits geholt. Sollte der zweite Folgen, wäre das fast schon die perfekte Saison.“

TDS: „Portuso, Sie sind bereits sehr lange bei Ihrem Club aktiv – was macht aus Ihrer Sicht Ihren Erfolg aus?“

Portuso: „Auch wenn ich kein Schweizer bin, versuche ich mit Ruhe und Gelassenheit von Saison zu Saison zu schauen. Bis jetzt hat es ganz gut geklappt, auch wenn der ein oder andere Titel mehr in der Vita stehen könnte.“

TDS: „Ja, Ruhe und Gelassenheit klingen gut. Micha, auch bei Ihnen steht eine Vereinstreue über viele Spielzeiten in der Datenbank. Was ist Ihr Erfolgsrezept?“

Micha: „Mein Erfolgsrezept? Habe ich überhaupt eins? Ich weiß es nicht wirklich. Ich versuche ebenfalls immer die Ruhe zu bewahren, immer die Finanzen im Griff zu haben. Wichtig ist mir auch die Nachwuchsarbeit und die Weiterentwicklung junger Spieler. Das Einkaufen fertiger Spieler ist nicht so mein Ding.“

TDS: „Wie bewerten Sie die Liga Ihres Gegenübers, die schweizerische Liga?“

Micha: „Wie soll man denn die Schweizer Liga bewerten, die in dieser Saison international überragend ist? Die Entwicklung dieser Liga in den letzten Jahren ist wirklich überragend. Man kann da wirklich nur allerhöchsten Respekt in Richtung Schweiz zollen. Ich würde mir wünschen, dass die französische Liga in der Breite auch so stark aufgestellt wäre und wir auch international wieder für Furore sorgen können.“

TDS: „Sehr warme Worte in Richtung Schweiz, dies aber selbstredend vollkommen zurecht. Portuso, wie lautet Ihre Sicht auf die französische Liga?“

Portuso: „Auf der einen Seite sehr ähnlich zur Schweiz. Wobei wir Schweizer international uns etwas besser verkaufen, auch wenn die Franzosen da wiederum mehr Titel einheimsen konnte. So dass sich Teams beider Ligen auf Augenhöhe begegnen. Eine starke Liga mit guten Managern und Teams.“

TDS: „Wie bewerten Sie die Arbeit Ihres Gegenübers, Micha?“

Portuso: „Micha ist so ähnlich wie ich ein Dauerbrenner in St. Etienne und macht da einen super Job. Vor allem sehr erfolgreich national als auch international...zumindest international kann ich noch nachlegen. Auf jeden Fall respektiere ich seine Arbeit und bin froh, dass wir mal aufeinandertreffen.“

TDS: „Sehr schön, gefühlt wird es gerade ein wenig kuschlig… bitte auch später an den Mindestabstand denken, die Herren. Machen wir doch mit den Lobeshymnen noch etwas weiter – Micha, Ihre persönliche Bewertung von Portusos Arbeit, bitte.“

Micha: „Ich will Portuso zunächst mal zum Einzug ins Finale des Pokalsiegercups gratulieren. Da kann er wohl nicht so viel falsch gemacht haben. Ich will ihm auch Glück wünschen, denn das werden wir beide zum Erreichen des Cups benötigen, denn die Chancen sollten bei 50:50 stehen.“

TDS: „Ja, wie einst bereits Rainer Calmund sagte: ‚Jetzt stehen die Chancen 50:50 oder gar sogar 60:60‘. Jetzt sind sie beiden bereits jahrelang für ein und dasselbe Team verantwortlich. Juckt es da nicht irgendwann, doch nochmals eine neue Herausforderung anzunehmen und etwas Neues in Angriff zu nehmen?“

Micha: „Um ehrlich zu sein wird mich wohl eher nichts aus St. Etienne wegziehen. Ich habe hier alles aufgebaut, wenige Tiefen und viele Höhen erlebt. Ich bin da zu egoistisch und bin nicht bereit, mein Werk in die Hände anderer zu legen. Wenn ich eines Tages den mir noch fehlenden Titel im Meister-Cup holen sollte, dann könnte ich mal zu überlegen anfangen, wie es weitergeht. Aber bis dahin wird Frankreich und St. Etienne mich weiter ertragen müssen.“

TDS: „Portuso, bei Ihnen?“

Portuso: „Wenn man etwas aufgebaut hat, dann trennt man sich sehr schwer davon. Es ist wie in einer Ehe...man muss in guten wie in schlechten Zeiten zusammenhalten. Sollte ich mal das Gefühl haben, dass es nicht mehr passt in Basel oder ich den Spaß verloren habe, wäre ein Wechsel schon denkbar.“

TDS: „Und weshalb denken Sie, dass Ihre Schützlinge diejenigen sein werden, die sich am Dienstagabend ausgelassen jubelnd in den Armen liegen werden?“

Portuso: „Weil ich intensiv Elfmeterschießen üben lasse... ich denke darauf wird es hinauslaufen.“

TDS: „Wie sehen Sie es, Micha?“

Micha: „Weshalb wir am Dienstag den Cup holen werden? Primär mal deswegen, weil ich es will. Außer Bol kann ich auch meine beste Truppe aufbieten, die erfahren genug und sehr eingespielt ist. Es wird also nicht an uns liegen, wir sind bereit. Der FC Basel aber leider wohl auch, so dass es ein ganz knappes Rennen wird. Ob der Bessere oder der Glücklichere gewinnt, werden wir sehen. Wir wären jedenfalls bereit zur anschließenden großen Sause.“

TDS: „Ich denke, es wird wieder mal spannend werden… Rausschmeißer-Frage zu guter Letzt: wer werden die drei neuen Titelträger sein?“

Portuso: „Im Meister-Cup gönne ich beiden Teams den Titel. Aber ich denke Mastermind mit Lausanne wäre mal an der Reihe international einen Titel zu holen. Er ist schon so lange dabei, da ist so ein Titel fällig. Biel wird sich mit der Meisterschaft trösten können. Im Inter-Cup haben sowohl Genau als auch Liverpool die gleiche Ausgangslage und einen ähnlichen Saisonverlauf. Mit Blick auf die 5-Jahreswertung drücke ich Genau die Daumen.“

Micha: „Diese Frage heißt im Endeffekt dreimal raten, denn alle drei Finals sind sehr ausgeglichen. Im Meister-Cup kann ich im Schweizer Duell zwischen Biel und Lausanne keinen Favoriten ausmachen. Beides sind aktuell wohl DIE Mannschaften in den Wettbewerben. Insofern ein sehr würdiges Finale. Wenn ich tippen muss, dann setze ich mal auf Biel. Im Inter-Cup kann ich zwischen Liverpool und Genua auch keinen Favoriten ausmachen. Mein Tipp lautet hier Genua. Und zwischen uns und Basel im Pokalsieger-Cup kann ich auch keinen Favoriten erkennen. Aber tippen werde ich natürlich auf uns. sollte jetzt auch niemanden in Basel wundern. ;)“

TDS: „Vielen Dank Ihnen beiden. Es ist wirklich immer wieder schön, neue Gesichter bei sich zu haben und neue Manager kennenzulernen. Es hat mir unendlich viel Freude bereitet – hoffen wir, das Finale bereitet uns dann genauso viel Freude. Ich habe mir ja vorgenommen, ebenfalls einen Tipp abzugeben – und ich gebe ehrlich zu: ich weiß es nicht. Der FC Basel kann natürlich mit einem Titelgewinn diese wahnsinnig starke schweizerische Europapokalsaison krönen, dann wären zwei der drei Titel in der Schweiz daheim. Zudem hat der FC Basel diese Trophäe noch nicht in der Vereinsvitrine stehen. Auf der anderen Seite kann ein Titelgewinn für AS St. Etienne einen weiteren Impuls für die französischen Teams geben, international wieder mehr Gas zu geben und mittelfristig doch wieder die Top4 der SOIX-Wertung in Angriff zu nehmen. Ich denke, nachdem es der FC Metz letzte Saison im Finale nicht geschafft hatte und da die Schweiz ja auf alle Fälle den Meister-Cup holen wird… Portuso, sehen Sie es mir bitte nach: ich glaube mein Herz schlägt 51:49 pro AS St. Etienne. Kommen Sie auf alle Fälle gut nach Hause und am Dienstag gut zum Spiel. Machen Sie es gut, Sie liebe Zuschauerinnen und Zuschauer ebenfalls.“

#2 RE: Der „Sangria-Fußball-Talk“ auf Spocht 1- Ausgabe 38 (2020-02-02) vom 17.05.2020 – Pokalsieger-Cup-Spezial von Aris Selmet 17.05.2020 22:06

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Bei den Quoten, die sich aus diesen Wetten ergeben, müsste ich wohl auf Liverpool setzen, da kann man offenbar bei den Buchmachern mehr gewinnen :-)

#3 RE: Der „Sangria-Fußball-Talk“ auf Spocht 1- Ausgabe 38 (2020-02-02) vom 17.05.2020 – Pokalsieger-Cup-Spezial von Kurt Knaster 18.05.2020 22:34

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Daumen drücken heißt ja nicht setzen.

#4 RE: Der „Sangria-Fußball-Talk“ auf Spocht 1- Ausgabe 38 (2020-02-02) vom 17.05.2020 – Pokalsieger-Cup-Spezial von Aris Selmet 19.05.2020 20:15

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Gut, dass ich gewettet habe - Glückwunsch and Kurti und die anderen beiden Sieger!

#5 RE: Der „Sangria-Fußball-Talk“ auf Spocht 1- Ausgabe 38 (2020-02-02) vom 17.05.2020 – Pokalsieger-Cup-Spezial von Wolfsburger 20.05.2020 14:42

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Glückwunsch an Basel

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